~Autor : Erin~

--Ich beschütze dich--

Langsam werde ich sauer, wie kann Joel nur einfach nicht heim kommen! Ich mache mir schon Sorgen, so was hat er noch nie gemacht!

Ungeduldig sehe ich auf meine Uhr und setzte mich aufs Sofa, seufze leise. Der Regen prasselt von draußen gegen die Scheibe, was ein Fuck Wetter!

„Schon 4 Uhr in der Nacht, man der hat die Ruhe weg!"

Doch jetzt höre endlich den Schlüssel von Joel klimpern. Ich springe auf und laufe zur Tür. Joel steht nass und zitternd auf dem Flur. Verdutzt sieht er mich an.

„Sag mal Joel, weißt du dass wir 4 Uhr haben?", frage ich leicht sauer aber auch besorgt.

„Weiß ich und es tut mir leid…", Joel niest.

Erneut seufze ich und schüttle verständnislos den Kopf. Dann nehme ich meinem Bruder die nasse Jacke ab und hole ihm ein Handtuch.

Dieser Kerl hat doch nichts Besseres zu tun als mir Sorgen zu bereiten! Er weiß dass ich schnell unruhig werde, wenn er zu spät kommt…

„Hier bitte.", ich drücke ihm das Handtuch in die Hand, er lächelt.

„Sorry, ich wollte dir keine Sorgen bereiten."

„Jaja ist schon gut, zieh dir erst mal was Trockenes an, Hummel."

Tja Hummel nenne ich ihn in letzter Zeit ganz schön oft, warum weiß ich nicht. Joel tapst in sein Zimmer und kommt mit trockenen Sachen wieder zurück, sehr gut! Ich hoffe aber dass er sich nicht erkältet!

„Was ist passiert, dass du erst jetzt nach Hause kommst?"

„Ich habe Mutter getroffen…"

„…", dazu sage ich nichts, sehe meinen Bruder einfach nur an. Er sieht sehr traurig aus.

„Ach Benji…sie ist wieder krank und dann war da auch noch Vater und die beiden haben sich gestritten und du warst nicht da…..alles war einfach nur schrecklich…", Joel ist den tränen nahe, das sehe ich.

„Wo hast du sie getroffen? Und wann kam Vater dazu?", will ich wissen.

„Mutter stand in der Stadt auf einmal vor mir, ich bin dann mit zu ihr gegangen….nach einer Stunde hat es an der Tür geklingelt, es war Vater…er hat sich mit Mutter gestritten und ist dann wieder gegangen, ich musste Mutter erst mal beruhigen, obwohl ich selber ziemlich down war…", erklärt mein Brüderchen, aber mich kann er nicht täuschen…ich weiß genau das er mir etwas verschweigt.

„Hummel….sag mir das was du eben nicht gesagt hast. Ich weiß du verschweigst mir etwas."

Jetzt siehst du mich ganz schön verdutzt an, hast wohl nicht damit gerechnet, dass ich es merke.

„Das...nein ich kann nicht….", Oh man Joel, mir kannst du alles sagen, das weißt du doch.

„War es so schlimm?", frage ich und schubse Joel auf das Sofa, lasse mich neben ihn fallen.

„Ja…", seine Stimme zittert, was nur passiert sein mag?!

„Erzähl es mir."

„Ich…also…Mutter machte die Tür auf…sie kam mit Vater zurück in den Raum…ich war ganz schön geschockt…er sagte irgendwas zu ihr, das ich nicht verstanden habe…darauf meinte sie, sie müsse einkaufen gehen…ach Benji, es war so schrecklich…", tröstend lege ich die Hand auf Joels Schulter.

„Und dann?"

„Dann…er kam auf mich zu…und…und…Benji…unser Vater hat mich vergewaltigt…du glaubst ja gar nicht wie ich mich gefühlt habe…wie der letzte Dreck…es war furchtbar…es hat weh getan…es hat mich verletzt…Benji bleib bitte da!", schluchzt mein Brüderchen und ich kann es einfach nicht fassen, nicht glauben, will es nicht war haben.

Jetzt siehst du mich auch noch so an, mit verweinten Augen. Oh man Joel, es tut mir so leid! Ich lege meine Arme um dich, versuche dich zu trösten und du krallst dich in mein T-Shirt und schluchzt, willst das ich bei dir bleiben.

„Ich lasse dich nicht allein Hummel, ganz sicher nicht!"

Wenn ich unseren Vater in die Finger bekomme! Der kann was erleben! Wie kann er Joel nur so etwas antun?! Zum Glück beruhigst du dich langsam.

„Danke Benji, ich wüsste nicht, was ich ohne dich machen sollte."

Immer noch liegt er in meinen Armen. Vorsichtig rieche ich an seinem Haar, ich will ihn nicht erschrecken, was ich feststelle ist, das mein Bruder gut richt, einfach köstlich. Joel sieht mich an und lächelt leicht. Ich streiche ihm eine Haarsträne aus dem Gesicht und lächle schließlich auch.

„Joel, ich liebe dich, mehr als nur einen Bruder!"

Ich bin ganz schön erstaunt, dass du immer noch lächelst.

„Ich liebe dich doch auch, schon lange…Benji."

Du vergräbst dein Gesicht an meiner Brust. Ich könnte wetten ich weiß warum, du bist bestimmt rot geworden. Ich drücke deinen Kopf nach oben und ich hatte Recht, du bist wirklich rot. Ich gebe dir ein Küsschen auf die Nasenspitze und kann mich darüber freuen, dass du noch röter wirst.

Diesmal gibt es einen richtigen Kuss und ich stelle fest, dass du unglaublich gut schmeckst. Am liebsten würde ich die Zeit anhalten. Ein paar Minuten später merke ich, dass du eingeschlafen bist. Vorsichtig trage ich dich in dein Bett und lege mich zu dir. Im schlaf wimmerst du noch etwas, ich weiß das du dich nicht gut fühlst. Ganz vorsichtig, ich will dich ja nicht wecken, nehme ich dich in den Arm und schlafe schließlich auch ein.

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