Es war doch irgendwie ein seltsames Gefühl, das ich am Heimweg bekam. Ja, seltsam war der richtige Ausdruck dafür…Es war so ein Kribbeln in der Magengegend, ein Gefühl das mir sagen wollte, dass ich in diesem Moment irgendwo anders sein sollte, egal wo- nur nicht hier wo ich jetzt war. Der Ort, an dem ich jetzt war, war ja eigentlich gar nicht so schlimm. Ich war nämlich gerade auf dem Weg von den Studios bei uns in der Nähe nach Hause. Also, was sollte dieses beschissene Gefühl? Ich schlug mir leicht in den Bauch, vielleicht ging das Gefühl ja danach weg. Vielleicht hatte ich auch einfach etwas Schlechtes gegessen. Der Schlag trug nur dazu bei, dass jetzt zu dem miesen Gefühl auch noch Schmerzen dazu kamen.

Das Gefühl ließ mich einfach nicht in Ruhe. Ober etwas mit Joel nicht stimmte? Ob er zu Hause Probleme hatte?
Ich ging weiter. Es konnte ja sein, dass er sich beim Kochen einfach nur verbrannt hatte. Das würde ihm ähnlich sehen.
Aber irgendwas sagte mir, dass er sich nicht verbrannt hatte und dass er auch sonst nichts derart Ungefährliches gemacht hatte.
Ich begann zu rennen. Scheiße! Warum musste mein Bruder immer irgendeinen Scheiß machen! Nie konnte man ihn alleine zu Hause lassen!
Das Rennen verwandelte sich in gehetztes Sprinten. Ich würde mir nie verzeihen, wenn ihm etwas zustoßen würde.

Zu Hause angekommen stürzte ich ohne meine Schuhe (natürlich Converse) und meine Jacke (natürlich Made) auszuziehen ins Wohnzimmer. Mir stockte der Atem. Joel saß da vor dem Fernseher, seine Lieblingssendung lief in der Glotze, und starrte mich entgeistert an.

„What’s up, Benji? “, fragte er mich, was verständlich war, weil ich gerade grundlos Dreck auf dem neuen Teppich verteilte und verschwitzt und aufgeschreckt meinen Bruder anstarrte, der normal vor der Glotze saß. Irgendwie kam ich mir blöd vor.

„I…thought…I don’t know…just…fuck…I was just thinking, that you…Argh…Fuck, nothing…“ Ich stapfte angefressen in den Umkleideraum um mir meine Sachen auszuziehen. Dann ging ich in die Küche, um einen Fetzen zu holen mit dem ich die Schweinerei im Wohnzimmer aufwischen wollte. Ich fluchte noch ein wenig vor mir her und kam mir ziemlich verarscht vor. Manchmal war’s ja nützlich, solche Gefühle zu haben, weil man dann ja möglicherweise seinen Bruder retten konnte. Aber wenn einen dieses Gefühl mal im Stich ließ war man ganz schön angepisst, weil man sich dann mit seinem heldenhafte Getue ganz schön zum Affen machen konnte.

Ich hörte Joel von hinten kommen. Er blieb im Türrahmen stehen und sah mir ein wenig zu. Das konnte ich jetzt überhaupt nicht gebrauchen. Dass er da so dastand und mir bei der Arbeit zusah ging mir gehörig gegen den Strich. Scheiße! Ich drehte mich um und fauchte ihn an.

„Ey, man! Got any problems?!“, keifte ich meinen Bruder an. Der erschrak ein wenig, aber er fasste sich recht schnell.

“No, I’ve got no problems! Why are you yelling? I ask you, why the hell are you yelling? I don’t understand you! Have I done anything wrong?”

“No, you haven’t. I…just…thought…oh, man…leave me fucking alone! Man, I’m fucking working. Don’t you see that? Leave!”

“Alright. Alright. I’m leaving. I did nothing wrong. You start yelling at me, but I did nothing. Do you know what? I hate you, brother. Everytime you’re yelling and shouting at me and I don’t want that. I’m leaving.”

Das sagte er und ging ins Schlafzimmer. Ich hörte ihn etwas Schweres aus dem begehbaren Kasten schleifen. Er kam erstaunlich schnell wieder und ging zur Tür. Anscheinend hatte er für Notfälle gepackt gehabt. Wut kochte in mir auf. Also hatte er mich nie wirklich geliebt. Ich hatte ihn geliebt. Ich hatte ihn geliebt. Mehr als einen Bruder. Viel mehr. Mehr geliebt als mein Leben. Hoffentlich weinte ich jetzt nicht. Ich sammelte meine letzte Wut, die sich drohte in Trauer zu verwandeln, um meinem Bruder noch etwas hinterher zu schreien:

„Fuck you, lil brother! And never return! Stay where ever!”

“Alright! I’d love to! Hate you!”

“Hate you too! Die!”

Ich hörte die Tür klopfen und sank zusammen. Tränen rannen meine Wangen runter. Nein, geh nicht…Geh nicht…Ich weiß nicht, wie lange ich da gesessen bin und in die Leere starrte, aber irgendwann muss ich eingeschlafen sein.
Als ich aufwachte, war der Teppich feucht von meinen Tränen. Ich musste auch im Schlaf geweint haben. Ich vermisste meinen Bruder. Meinen lieben kleinen Bruder. Was würde er ohne mich machen? Doch auch Wut fühlte ich. Wut, weil er mich allein gelassen hatte. Wut, weil er mich all die Jahre angelogen hatte. >I love you<, hatte er mir gesagt. Wut, weil das nicht stimmte. Wut, weil sich die Band jetzt wohl oder übel trennen musste. Wut…

Und die Wut übermannte die Angst…die Furcht…die Trauer…und die Liebe…Die Wut wurde zu Hass. Ja, jetzt hasste ich meinen Bruder für das, was er mir angetan hatte. Er hatte mein Herz belogen. Ich hatte ihn geliebt, mehr geliebt als alles andere jemals zuvor. Und er hatte meine Liebe betrogen. Er war gegangen und hatte mich alleine gelassen. 

Am nächsten Tag ging ich noch ein letztes Mal ins Studio, um die letzten Parts fürs neue Album einzusingen. Als ich nach Hause kam, fand ich einen Brief im Briefkasten. Er hatte keinen Absender und keine Briefmarke. Als Empfänger stand in schöner Handschrift „An Benjamin“ geschrieben. Die Handschrift erkannte ich nicht, wahrscheinlich hatte sich der Absender verstellt.

Ich beschloss, den Brief später zu lesen, wenn ich im Bad war, welches ich dringend nötig hatte, weil ich roch wie ein Schwein. Aber ich hatte auch Hunger wie ein Bär, also machte ich mir zuerst einen Gurkensalat. Als ich den Salat aß, sah ich mir den Brief näher an. Von wem konnte der sein?
Ob er von…von Joel war? Es fiel mir sehr schwer den Brief nach dieser Eingebung nicht sofort aufzureißen, sondern bis zur Badewanne zu warten.

Ich ging also ins Bad, ließ die Wanne voll laufen und legte mich hinein. Die ganze Zeit überlegte ich, was mir Joel wohl mitzuteilen hatte. Nachdem ich etwa 5 Minuten im heißen Wasser lag, konnte ich die Neugier nicht mehr zurück halten. Ich nahm den Brief, der neben lag. Meine Finger zitterten, als ich den Briefumschlag aufriss und den Brief herausholte. Ich begann zu lesen.

Lieber Bruder,
zuerst will ich dir sagen, dass es mir Leid tut wegen der Sache, die passiert ist. Ich bin in einem Hotel untergekommen und du brauchst dir keine Sorgen zu machen. Vermisst du mich? Ich kann verstehen, dass du jetzt vielleicht sauer bist, und du solltest wissen, dass mir alles nicht so leicht gefallen ist, wie es scheint. Nur habe ich nicht verstanden, warum du mich angeschrieen hast. Das musst du mir erklären. Vielleicht hattest du ja einen guten Grund, den ich aber leider nicht verstehe. Vielleicht bin ich ja zu unreif. Was 5 Minuten so alles ausmachen können.
Auf jeden Fall möchte ich, dass du auch mich verstehst. Du schreist mich immer an. Und manchmal weiß ich nicht einmal, womit ich das verdient habe. Ich möchte auch, dass du weißt, dass ich dich wirklich, wirklich liebe. Ich bin mir sicher, du glaubst mir das jetzt nicht. Nein, ich kenn dich doch, du glaubst mir nicht.

Was ich sehr traurig finde. Weil ich es wirklich ernst meine. Es ist auch nicht meine Schuld, dass ich dich verlassen habe. Und solange es dir nicht Leid tut, was du getan hast, werde ich auch nicht bereit sein, dir zu verzeihen. Denn du hast mir sehr weh getan, indem du mich grundlos angeschrieen hast. Oder du kannst mir ja auch sagen, was ich falsch gemacht habe, falls ich etwas falsch gemacht haben sollte.

Das, was ich gesagt habe, habe ich im Zorn gesagt. Nein ich hasse dich nicht. Und ich bin mir sicher, du hasst mich auch nicht. Und ich glaube auch nicht, dass du willst, dass ich sterbe. Weil wir miteinander wirklich glücklich waren. Ich habe deine Worte gehört, die du gesagt hast, aber sie sind nicht in meinem Kopf und meinem Herzen hängen geblieben. Ich will das nicht, verstehst du? Ich will nicht an die schlechten Dinge denken, wenn es so viel Gutes in unserer Vergangenheit gibt…so viel Gutes.
Ich wünsche dir, dass du einen Weg findest, auf dem du dich wieder so sicher fühlst wie auf dem, den wir gemeinsam gegangen sind. Und vielleicht…irgendwo in der Ferne…führen unsere Wege wieder zusammen.
Ich hab dich lieb. Ehrlich.
Joel

Mann, da lag ich in der Badewanne und verfluchte die Tränen, die mir über die Wangen liefen. Ich zerknüllte den Brief in meiner Hand. Irgendwann, als meine Haut schon aufgeweicht war, trocknete ich mich ab und ging schlafen. Am nächsten Tag kam mir alles wie ein Traum vor.

Beim Frühstück entschied ich mich, was ich machen musste. Ich musste ihn suchen! Ich musste alle Hotels durchkämmen, bis ich ihn endlich gefunden habe!
Ich schnappte mir meine Jacke (nur 16° draussen) und einen Stadtplan mit allen Hotels eingezeichnet und ging los. Auf der Straße stehend wurde mir klar, was ich da vorhatte. Ich musste über 20 Hotels durchsuchen. Und sicher war Joel nicht so blöd, unter dem Namen "Madden" einzuchecken. Ich musste irgendwie die Hotels reduzieren, sonst würde ich morgen noch suchen, und vielleicht war Joel dann nicht mehr da. Joel hatte doch geschrieben, ich solle mich entschuldigen. Wie sollte ich das ohne Adresse machen? Hatte er etwa gewusst, dass ich ihn suchen gehen würde?

Ich rannte los zum ersten Hotel, das in der Nähe lag. Also weit weg genug, um Fußweh zu bekommen und nahe genug, um kein Taxi nehmen zu müssen.
So ein Scheiß. An der Rezeption haute ich die Tischglocke fast in den Tisch hinein, so fest haute ich drauf. Ein verwirrter Mann erschien, der mich fragend ansah.
"You want?"
"I wanna know, where my brother is."
"I don't know your brother. I'm sorry.", antwortete er eigentlich ziemlich höflich. Ich konnte ja nicht ernsthaft verlangen, dass er wusste, wen ich meine, wenn ich sage "mein Bruder". Trotzdem war ich so gestresst, dass ich den armen Mann gleich anschrie.
"Are you fucking kidding?! What the fuck…?! I just wanna know, where my little brother is! You crowd of assholes!", brüllte ich durch die ganze Rezeption.

"Please, Mister. Calm down, or I have to call the police.", warnte mich der Mann noch immer scheißfreundlich.
"Oh…I'm sorry…I just…Sorry…" Ich beruhigte mich ganz schnell. Bullen wollte ich nicht dazu haben. Die konnten mir ruhig gestohlen bleiben.

"Never mind, it's alright. But please, don't shout. Thank you."
"My brother's gone. I'm trying to find him."
"Alright. I try to help you. I do my very best. What's his name, please?"
"His name…? I think Madden, or Combs…" Der Rezeptionist tippte die zwei Namen in den Computer ein. Er schüttelte den Kopf.
"I'm sorry. We've got neither Madden nor Combs. I'm really sorry. I can call the other "Palm"-Hotels in the city and try to find something out."
"Thank you…I apologize…you know…my nervous breakdown…I'm really sorry."

"It's alright. I do the phonecalls now. Please wait a minute." Er ging zum Telefon und fing an zu telefonieren. Ein paar Mal fielen die Namen "Madden" und "Combs". Mit einer traurigen Miene kehrte er zurück zu mir.
"I'm very sorry, but no "Palm"-Hotel has got "Madden" or "Combs", please don't start shouting." Er duckte sich schon mal.

Mir war zum Heulen zu mute. Fast wäre eine Träne meine Wange herabgerannt, doch ich konnte mich noch beherrschen. Der Rezeptionist betrachtete mich voller Mitleid.
"How old is your…brother?", fragte er.
"He's 26. We're twins. I'm five minutes older. I'm Benjamin. Call me Benji."
"I'm Mark. Call me Mark. My work's over in ten minutes. I can help you looking for your bro. I've got a brother two. I know that feeling. Can you wait ten minutes?"
"Sure. Thanks" Ich war schon ziemlich überrascht. Da kommt dieser wildfremde Mann daher und will mir helfen. Naja, ich hab's nötig. Wir haben eh so wenig Freunde in der Stadt. Vielleicht können wir ja Freunde werden.

Nach zehn Minuten kam Mark zu mir herüber und gab mir eine Liste mit allen Hotels der Stadt, die in Frage kamen, ihren Adressen und Telefonnummern.
"One last question. Are you Benji Madden from Good Charlotte?"
"Yeah. I am."
"Cool. I love your music. So your brother is…Joel?"
"Yes, right, cool, man. You also know what he looks like?"
"Sure. He's 1, 75m, black hair, Made-T-shirt, right?"
"Yeah." Hatte doch seine Vorteile berühmt zu sein. Zumindest konnte ich mir jetzt die Beschreibung meines Bruders ersparen.

Wir gingen also ins nächste Hotel und fragten uns durch. Am späten Abend hatten wir kein Hotel gefunden, in dem Joel eingecheckt haben konnte.
Ich war richtig enttäuscht. Ich meine, es war klar, dass es mir Joel nicht so leicht machen würde, aber so...Naja. Für heute mussten wir wohl jeder heimgehen. Ich konnte ja morgen allein weitersuchen.
"So...I'm sorry, 'cause we couldn't find your bro. Tomorrow's Eastersunday, you know...I've got no family, and no friends so I can help you searching again.
Okay?"
"Thank you. Do you wanna come home with me? My house's nearby."
"May I stay overnight?"
"Pleasure." War ja eh so einsam alleine, ohne Joel zu Hause. Dann konnten wir morgen in der Früh gleich weitersuchen.

Am nächsten Morgen weckte ich Mark um halb acht. Wir machten uns auf die letzten 10 Hotels zu durchsuchen. Hoffentlich würden wir Joel finden.
Wenn nicht dann...Weiß ich auch nicht...

Wir checkten auch noch die restlichen zehn Hotels. Wir fanden Joel aber nicht. In keinem einzigen der über 30 Hotels, die wir gecheckt hatten. Wo zum Teufel hatte sich die kleine Ratte versteckt? Ich musste ihn doch irgendwo finden. Was sollte der Scheiß?

"What shall we do now?", fragte Mark vorsichtig. Ich schüttelte den Kopf und sagte ihm, dass ich das leider nicht wüsste.
"We could check the pubs. Maybe he lives in one of them?", schlug Mark vor. Das war eine verdammt gute Idee! Fuck, warum war ich da nicht gleich draufgekommen?
"How many pubs we've got in this town? 100?", fragte ich ironisch. Ich hoffte, Mark würde sagen, nein, nur um die 20. Er aber antwortete:
"Yeah, maybe."
"Really? I was just kidding! I thought maybe thirty...Fuck it." Ich stampfte einen noch rauchenden Glimmstängel, den ich auf der Straße sah, tief in den Boden. Das machte mich schon ziemlich deprimiert. 100 Gasthäuser zu durchsuchen. Und nichteinmal das versprach den Erfolg, denn Joel konnte doch auch in einer anderen Stadt sein. Ich setzte mich auf den Bordstein und stützte den Kopf auf die Arme. Ich seufzte.

"Don't worry...We'll find him. I'm sure, Benj.", versuchte mich Mark aufzumuntern. Gelang aber nicht so richtig. Ich stand zwar auf und war bereit weiter nach meinem Bruder zu suchen, doch war ich schon ziemlich unmotiviert. Mit getrübtem Blick gingen wir zum ersten Gasthof. Fehlschlag. Auch die nächsten 10 brachten keinen Erfolg. Am Abend kehrten wir erschöpft von der Suche nach Hause zurück. Ich kontrollierte den Briefkasten. Mir verschlug sich der Atem. Eine neue Nachricht, die an mich adressiert war! Ich riss den Brief gleich auf der Straße auf.

An meinen Bruder Benjamin,
Du suchst mich also? Brauchst du nicht. Die Nacht der Buße ist gekommen...Du sollst auf den Augenblick warten.
Joel

Diese Nachricht hinterließ mich noch verwirrter als zuvor. Dadrauf musste ich erstmal einen trinken. Ich kratzte mich am Kopf.
So ein Scheiß!
Diese Nachricht machte für mich ja überhaupt keinen Sinn. Wieso Buße...? Und wieso warten? Da war mein Bro ja mal wieder auf was draufgekommen. Vielleicht hatte er gemeint, sowas würde mir Angst machen. Wenn ja, dann hat er aber ziemlich danebengeschissen. Typisch Joel. Diese Trantüte.

Trotzem konnte ich heute Nacht nicht einschlafen. Es regnete wie in Strömen. Ich beschloss einfach mich ins Bett zu legen und etwas zu lesen. Die Zeit verstrich. Keine Spur von Joel. Plötzlich hörte ich ein Kratzen an der Hintertür. Ich stürzte zur Tür und riss sie auf. Da saß mein kleiner Hund Cash und sah mich an...so wie Hunde...einen halt ansehen, keine Ahnung, wie. Scheiße, und ich konnte nicht einmal wütend auf Cash sein, da ich ihn auch so liebte. Ich nahm den Hund mit ins Haus. Er legte sich in seinen Hundekorb, der im Wohnzimmer stand. Ich ging enttäuscht wieder ins Bett, um weiterzulesen. Um zirka 2 Uhr nachts hörte ich Cash unten bellen. Ich rannte schon wieder runter in die Küche und wäre um ein Haar über den bellenden Cash gestolpert. Ich verfluchte ihn kurz und rannte dann zur Tür. Ich öffnete die Tür langsam. Da stand er! Mein Joel. So, wie ich ihn in Erinnerung hatte. Nur mit einem etwas bösen...Blick, der mich ziemlich beunruhigte. Ich stotterte ein paar Wörter.

Mein Bruder sah mich noch immer finster an. Seine Augen funkelten düster. Er ergriff meine Schulter und drückte sie so fest, dass ich in die Knie ging und winselte.
"What the fuck...? Ich bitte dich...Hör auf...Bitte...", heulte ich. Ich hörte meine Schulter knacksen. Ich wich Schritt für Schritt zurück. Dann drehte ich mich um und stürmte in mein Zimmer. Joel folgt mir auf den Fersen. Er holte mich ein und stieß mich auf mein Bett. Dann drehte er sich zur Tür und sperrte von innen zu. Er sah mich noch immer mit seinen wütenden, stechenden Augen an.

Ich bat ihn immer wieder darum, mit dem Scheiß aufzuhören.  Doch er grinste nur.
"Hatte ich nicht gesagt, du wirst es büßen?", sagte er mit dumpfer Stimme.
"Aber, doch nicht...Was machst du? Bist du...total verrückt...?" Meine Stimme zitterte vor Angst. Ich hatte keine Ahnung zu was er in seinem Zustand fähig war. Würde er mich...?

Er ging auf mich zu und setzte sich auf mich. Er schlug mir ins Gesicht. Ich heulte. Meine Wange brannte und errötete. Meine Augen wurden feucht.
"Du...Du hast mich geschlagen...?"
"Geschieht dir ganz recht...Das, was du mit mir gemacht hast, war tausendmal schlimmer. Du hast meiner Seele weh getan. Ich habe dich geliebt!"
"Fucking! ICH hab DICH geliebt, nicht umgekehrt."
"Und wieso hast du mich dann angeschrieen, wenn du mich geliebt hast?"
"I...Ich weiß es nicht...Ich hab mir wahrscheinlich...zu viele Sorgen gemacht..."
"Ha! Du und dir Sorgen machen. Du hast dir sicher keine Sorgen gemacht. Und geliebt hast du mich auch nicht. Aber ich dich! Und ich nehme mir jetzt, was ich schon mein ganzes Leben lang begehrt habe! Dich! Ob du willst, oder nicht."

Es war klar gewesen, dass Joel mir nicht glauben würde. Es war ja auch wirklich unglaubwürdig, dass ich ihn anschreien würde, weil ich mir Sorgen machte. Joel glaubte mir also nicht. Nun gut. Aber, was meinte er damit, dass er sich mich nehmen würde. Was bedeutete das? Und wusste Joel überhaupt, was das bedeutete? Das hieß doch eigentlich im Klartext, dass er mich vergewaltigen wollte? Aber, war es denn noch immer Vergewaltigung, wenn ich doch auch dasselbe wollte? Wenn ich mein ganzes Leben nur eines machen wollte, nämlich Joel zu ficken...?

"Aber Joel..." Die ganze Situation kam mir aber sowas von beschissen vor, dass ich nicht umhin konnte, blöd zu grinsen.
"Ach, du findest das also lustig?", schnauzte mich mein Bruder an und schlug mir noch einmal mit der Faust ins Gesicht. Ich schmeckte Blut.
Joel zerriss mein T-shirt und betrachtete meine Tattoos. Er grinste und zeigte auf das eine, das "Joel" bedeutete.
"Erinnerst du dich noch an das hier? Das war, als du total im Tätowierfieber warst, du bist mindestens 4 mal die Woche zum Tätowierer gelaufen, solange bis du alle Familienmitglieder eintätowiert hattest...außer Dad...den hattest du nicht eintätowiert. Naja, jedenfalls, als du das Tattoo "Joel" bekamst, warst du doch total happy. Ich hab damals gedacht, wow, du liebst mich also wirklich. Wie man sich irren kann..."
"ABER ICH LIEBE DICH DOCH, FUCK IT NOCHEINS!", versuchte ich meinem Twin klarzumachen. Aber Joel glaubte mir noch immer nicht. So ein Scheiss.

Da lag ich also, was beschissen peinlich war, in der Unterhose unter Joel und er starrte mich lüstern an. Und starrte. Und starrte. Und starrte. Verflucht, der Typ starrte mir zuviel.
"Hör auf so zu glotzen. Sag bloß, das haste alles noch nie gesehen."
"Shut up!"
Joel riss mir die Unterhose runter. Jetzt lag ich ganz nackt unter Joel, was, hm...eigentlich NOCH peinlicher war, als das vorher in Unterhose. Joel streichelte meinen Penis. Ich stöhnte. Er grinste.
"Gefällt dir?"
"Hm....Ja." Anscheinend hatte er ein geschrieenes "NEIN!" erwartet, denn er war von meiner Antwort ziemlich überrascht.
"W...Was? Warum gefällt dir das? Ich meine, du liebst mich doch nicht?"
"Doch, verfluchte, verfuckte, hirndurchgeschissene Scheiße, tue ich doch!", brüllte ich Joel an.

Was mir noch seltsamer vorkam als das ich gleich meinen Zwilling ficken würde, war, dass Mark noch immer nicht wach war, von dem Krach. Der schlief ja wie ein Stein. Naja, egal. Zurück zu der Sache, die mir sehr gefiel. FICKEN!!
"Ich verstehe dich nicht. Aber egal, ich werd dich einfach ficken, ob du willst oder nicht", sagte Joel und zog sich das Shirt und die Hose aus. Er sah very sexy aus, so fast nackt. Ich bekam bei dem Anblick gleich einen Steifen. Kein Wunder. Mein Kleiner wusste eben, was gut war. XD

"..." Joel war ziemlich sprachlos, als er meinen Kleinen steinhart und aufgestellt sah.
"Du..."stotterte er.
"...bist ja ekelhaft!", beendete er seinen Satz.
"..." *ratter, ratter* Ich dachte noch über den Satz nach. Das kam mir irgendwie...hmm...vor...
"..." *weiterratter* !!
"......................................................................"


"SO EIN SCHEIß!!!", schrie ich, als ich endlich den Sentence gecheckt hatte.
"Wer will mich denn ficken?!"

Datenschutzerklärung
Kostenlose Homepage von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!